Die Freesendorfer Wiesen liegen zwischen Greifswalder Bodden und Spandowerhagener Wiek

Freesendorfer Wiesen

Die Freesendorfer Wiesen sind ebenfalls Bestandteil des Naturschutzgebiets "Peenemünder Haken, Struck und Ruden". Die Wiesen werden durch den Kühlwasserkanal des ehemaligen Kernkraftwerkes Bruno Leuschner östlich von Lubmin vom Festland getrennt, sind aber über mehrere Brücken mit diesem verbunden. Die Hydrologie des Gebietes ist durch mehrere Fahrdämme gestört. 1974/75 wurde ein Deich errichtet, der jedoch nicht geschlossen wurde. 1983 wurde die Entwässerung durch Anlage tieferer Gräben intensiviert.

Die Freesendorfer Wiesen werden bei Hochwasser regelmäßig überflutet, jedoch kann das Wasser aufgrund der künstlichen Strukturen nicht mehr ungehindert abfließen und steht lange auf den Flächen. Wasser- und Schilfflächen breiten sich zunehmend aus. Hierdurch verschlechtert sich die Situation für wiesenbrütende Limikolen. Noch gibt es auf den Wiesen Brutvorkommen von Kiebitz, Rotschenkel und Sandregenpfeifer. Alpenstrandläufer und Kampfläufer sind bereits verschwunden.

Die Freesendorfer Wiesen und der Freesendorfer See bei Hochwasser. (Foto KP)

Der Rotschenkel ist einer der verbliebenen Brutvögel in den Freesendorfer Wiesen. (Foto MD)