Kampfläufer auf dem Deich am Polder Rosenhagen (Foto: G.Hoffmann)

Aktuelles

Termine und Neuigkeiten im Überblick.

Solarpumpentest

an einem Graben in der Nähe des Schöpfwerks Rosenhagen

Endlich sind unsere Solarpumpen eingetroffen und können nun für die Zuwässerung in der Brutzeit genutzt werden.

Der Test erfolgte im Polder Rosenhagen. Die Pumpe wurde dort nur zur Kontrolle der Geräte getestet, denn die Brutzeit ist längst vorbei und die Niederschläge aus den letzten Tagen waren ausreichend für das Pflanzenwachstum.

Exkursion mit Experten

Ende August LIFE Limicodra brachte gut zwei Dutzend Experten zusammen auf der Insel Großer Wotig und in den Freesendorfer Wiesen.

Dieses Mal lag der Fokus der Diskussionen auf den Strukturen und der Gefährdung der Salzwiesentorfe. Es gibt einige Lösungen zu finden, um diesen Lebensraum für die Limikolen und andere typische Küstenarten zu erhalten.

Beweidung auf der Halbinsel Cosim gestartet

Foto: J.Espig

Seit Mitte Juli weiden Highland-Rinder auf der Halbinsel Cosim. Sie sollen das Schilf verdrängen und somit Platz schaffen für Salzgrasland. Diese Rinderrasse aus den Schottischen Hochländern verträgt auch rauheres Klima und Gräser.

Wir sind nun gespannt, wann die ersten Kiebitze sich niederlassen.

Erste Monitoringzahlen 2020

Wie gut sich die Wiesenvögel fühlen, wenn nur ein paar Stellschrauben geändert werden, lesen Sie im Kurzbericht des Gebietsbetreuers in den Haffpoldern.

Informationstafeln in den Projektgebieten

Was lange währt, wird endlich gut - die Informationstafeln zu unseren Projektgebieten auf den Freesendorfer Wiesen, der Insel Struck, der Insel Großer Wotig und der Halbinsel Cosim wurden zusammen mit den Naturparkrangern aufgestellt. Es gibt nun die Möglichkeit, sich vor Ort über die Wiesenbrüter im Gebiet zu informieren. Das Betreten der Flächen ist jedoch auch seitens der Schutzgebietsregeln nicht gestattet. Diese Möglichkeit wird es in Zukunft bei Führungen des Naturparks Insel Usedom oder seitens des Projektbüros geben. Bleiben Sie aktuell auf unserer Internetseite!

Monitoring Bericht 2019 jetzt einsehbar

Sie können die Brutzahlen unserer Zielarten, aber auch anderer Wiesenvögel und Limikolen, nun in unserem Monitoringbericht 2019 nachlesen. Dieser ist auf der Seite der Informationsmaterialien als Download erhältlich.

Halbinsel Cosim nun frei zur Beweidung

künftiger Zugang zu den Weideflächen auf der Halbinsel Cosim

Ende April konnte nun das letzte notwendige Flurstück auf dem Nordhaken der Halbinsel Cosim erworben werden. Außerdem wurden die Bauarbeiten für den Weidezaun abgeschlossen. Im Winter wurde ein letztes Mal das Schilf gemäht. Eine Fläche von ca. 9 ha ist nun bereit für die Beweidung mit Highland-Rindern. Das ist eine besonders robuste Fleischrasse, die mit dem kargen Futter und den teils nassen Wiesen gut klarkommt. Mit dem zeitigen Weideauftrieb soll das flächendeckende Schilf auf den Wiesen verbissen und zurückgedrängt werden, zugunsten der Salzwiesenarten und der Wiesenbrüter. Wir bleiben gespannt auf die Entwicklung der Fläche.

 

 

Monitoring und Gelegeschutz-Maßnahmen im Frühjahr 2020

Nasse Wiese mit Gelegeschutz-Zaun im Polder Mönkebude

Die diversen Maßnahmen zum Schutz unserer Zielarten haben im vergangenen Jahr 2019 zu erfolgreichen Bruten geführt. Die Nachkommen und ihre Eltern sind in diesem Jahr wiedergekommen und bevölkern momentan unsere Projektflächen. Es ist wiedermal viel zu trocken, so dass wir zwei Polderflächen teilbewässert haben. Eine Pumpe hat wenigstens oberflächig einige Pfützen hinterlassen, die die Zielarten und andere gerne annehmen. Wir haben in allen Polderflächen sowie in den Freesendorfer Wiesen insgesamt 5,6 km Prädatorenschutzzäune aus Knotengittergeflecht aufgestellt. Dabei sind nur die Bereiche eingezäunt worden, in denen sich die Brutvögel konzentrieren. Einzelne Nester werden extra eingezäunt oder mit sogenannten Kiebitzhauben geschützt. Insgesamt werden also ca. 45 Brutpaare (BP) Kiebitz, 7 BP Rotschenkel, 2 BP Uferschnepfen und 6 Sandregenpfeifer durch die Zäune vor dem Zugriff durch Raubsäuger bewahrt. Mit etwas Glück profitieren durch die Maßnahmen auch noch ein BP Austernfischer sowie einige Säbelschnäbler. Abschließend informieren wir über den Ausgang der Saison dann im Monitoringbericht 2020.

 

Gelege eines Rotschenkels

Die Trockenheit und ihre Folgen

Wasserpumpe
Mit der Wasserpumpe wird ein Teil der Wiesen zum Vorteil der Vögel bewässert

 

Die aktuelle Trockenheit stellt ein großes Risiko für unsere Wiesenbrüter in den Polderflächen dar. Gerade in der Brutsaison sind die Vögel, wie Kiebitz und Uferschnepfe, bei der Nahrungssuche auf feuchte stocherfähige Böden angewiesen. Trocknet die Oberfläche zu schnell ab, kann der Nachwuchs nicht ausreichend mit Wasser und Insekten versorgt werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt droht keine Gefahr, da der Torfboden noch eine ausreichende Feuchtigkeit aufweist. Allerdings stellen wir anhand von Pegeln fest, dass der Grundwasserstand durch die zunehmende Verdunstung aktuell täglich um 1 bis 2 cm sinkt. Somit ist das bis in den Juni andauernde Brutgeschäft ein Wettlauf gegen die Zeit.

Um den Vögeln einen Vorteil zu verschaffen, versuchen wir ein allzu schnelles Absinken des Grundwasserpegels in den Poldern zu verhindern und kleinere Teilbereiche oberflächlich zu bewässern. Zusätzlich entwickeln wir Strategien, um künftig das Absinken der Graben- und Grundwasserstände vom Winter zum Sommer zu verlangsamen.

Niedrige Grundwasserstände haben nicht nur Nachteile für die Vögel: Bei den Polderflächen handelt es sich um Niedermoore mit bis zu 5 m mächtigen Torfkörpern. Mit dem Austrocknen des Torfkörpers kommt es zu Sackungsprozessen und einer beschleunigten Zersetzung des Torfes, aktuell bis zu 1 cm pro Jahr. Mit dem sinkendem Geländeniveau gehen hohe CO²-Emissionen und Schöpfwerkskosten einher.

 

Baujagd 2020

Zur Erfassung der in den Küstenvogel-Schutzgebieten lebenden Prädatoren fand wie jedes Jahr eine Baujagd statt. Nach den Wintermonaten haben sich einige spezialiserte Jäger zusammengefunden, um die Bestände an Predatorensäugern zu reduzieren.

Dieses Jahr wurden am 28.2. und 18.3. die Freesendorfer Wiesen begangen. Es wurden keine Tiere erlegt, jedoch wurden die vorhandenen und befahrenen (bewohnten) Baue erfasst. Am 20. März konnte nach den Hochwassertagen ein Dachs auf der Insel Struck erlegt werden. Durch die Entnahme aus den Gebieten sollen die "gefährlichen Besuche" an den Gelegen der Bodenbrüter reduziert werden. So haben sie eine größere Chance, ihre Küken aufzuziehen und ihre Population im Gebiet zu erhalten. Aus diesem Grund sollen in den Projektgebieten dieses Jahr noch einige Kunstbaue installiert werden, so können die Fuchszahlen besser reguliert werden.

LIFE Limicodra bei der Arbeitsberatung mit den ehrenamtlichen Naturschutzmitarbeitern des Landkreises VG

 

Die Arbeitsberatung mit den ehrenamtlichen Naturschutzmitarbeitern des Landkreises Vorpommern-Greifswald fand am 07.03.2020 mit 76 Teilnehmern in der Zuckerfabrik Anklam statt. Interessante Vorträge aus unterschiedlichen Bereichen des Naturschutzes und spannende Diskussionen sorgten für einen regen Austausch. Unser Kollege Peter Markgraf von der Flächenagentur MV informierte über Flächensicherung und Kompensationsmaßnahmen für den Naturschutz durch die Stiftung Umwelt- und Naturschutz MV. Und auch die Inhalte unseres LIFE-Projektes sowie der aktuelle Umsetzungsstand wurde vorgestellt. Den Vortrag finden Sie als Download auf unserer Homepage unter Infomaterial.

Wir suchen eherenamtliche Gebietsbetreuer für unsere Projektgebiete. Dafür wollen wir unser Ausbildungsprogramm in diesem Jahr fortsetzen bzw. erweitern und hoffen auf weitere Interessierte. Die Inhalte des Programms sind u.a. Ökologisches Grundwissen, Detailkenntnisse zu Zielarten und Lebensräumen, Feldornithologische Technikcen, (Verwaltungs-)rechtlicher Hintergrund des Naturschutzes, Schutzmethoden für Wiesenbrüter sowie Grundkenntnisse über Jagd und Landwirtschaft. Das Programm soll über mehrer Wochen an einzelnen Tagen gehen und theoretische wie praktische Inhalte vermitteln. Am Ende gibt es ein Abschlusszertifikat. Gedacht ist, dass uns Ehrenamtliche während der Projektlaufzeit, vor allem während der Brutsaison, unterstützen und nach Ende des LIFE-Projektes im Jahr 2025 die Gebietsbetreuung übernehmen. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bei uns!

Die Saison 2019 im EU Projekt LIFE Limicodra

Artikel erschienen im Mitteilungsblatt "Am Stettiner Haff" und "Anklam Land"

Im Rahmen des EU-LIFE Projekts „Wiesenbrüterschutz im Vorpommerschen Küstenland“ wurde im Jahr 2019 für die Polder Rosenhagen, Bugewitz und Mönkebude ein geohydrologisches Gutachten erstellt. Hierfür wurden 14 Grundwassermessstellen und 11 Oberflächenwasserpegel in verschiedenen Bereichen der Polder installiert. Aufgrund des trockenen Winters 2018/2019 lagen die Wasserstände zu Beginn der Brutzeit Anfang April 2019 in den tiefst gelegenen Flächen im Polder Rosenhagen bereits bei 0,2 m, im Polder Bugewitz bis zu 0,4 m cm unter Flur.

Die vergleichsweise trockenen Bedingungen führten dazu, dass sich im Polder Rosenhagen keine Brutvögel ansiedelten und im Polder Bugewitz nur ein Kiebitzpaar einen Brutversuch startete. Die Wasserstände im Polder Mönkebude waren im Frühjahr oberflächennah und damit günstiger. Einzelne Kiebitzpaare bezogen hier ihr Revier. Das LIFE Limicodra-Team reagierte hierauf und errichtete gemeinsam mit Ehrenämtlern und Mitarbeitern des Naturparks „Am Stettiner Haff“ einen 2.200m langen Gelegeschutzzaun, um die Brutvögel vor Raubsäugern wie Fuchs und Waschbär zu schützen. Zusätzlich wurde eine kleine Teilfläche von ca. 1,5 ha mit Hilfe einer Pumpe oberflächlich vernässt. In der Folge siedelten sich insgesamt 10 Kiebitzpaare und ein Rotschenkelpaar an. Die Bewässerung der Teilfläche sollte die Attraktivität der eingezäunten Fläche erhöhen und ein Abwandern der Vögel nach dem Schlupf der Jungen verhindern. Bis Anfang Juni sanken die Wasserstände auf 0,4 m unter Flur und die Altvögel führten die Jungen aus dem gezäunten Bereich heraus in angrenzende, mit Rindern beweideten Flächen. Ein flügge werden (flügge sind Jungvögel, wenn erste Flüge möglich sind) der Jungvögel konnte hier leider nicht beobachtet werden.

Im Verlauf des Sommers und des Herbstes sanken die Wasserstände in den Poldern teilweise auf 1,5 m unter Flur (Rosenhagen) und 0,6 m unter Flur in Mönkebude. Mit diesen stark wechselnden Wasserständen kommen am besten die tief wurzelnden Seggen und Binsen zurecht, die weder von den Landwirten, noch aus Sicht des Wiesenbrüterschutzes erwünscht sind. Und diese Arten können sich weiter ausbreiten.  Dagegen hilft, das Wassermanagement in den Poldern zu stabilisieren. Maßnahmen hierfür wurden im geohydrologischen Gutachten erarbeitet und Vertretern der Gemeinden, im Rahmen des jährlich stattfindenden Treffens der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe, im Oktober 2019 sowie in einer öffentlichen Vorstellung den Gemeinden Bugewitz und Mönkebude im Sommer 2019 vorgestellt. Das Gutachten kann auch unter https://life-limicodra.de/de/infomaterial.html  runtergeladen werden.

In den vom Projekt ebenfalls betreuten Naturschutzgebieten Struck, Freesendorfer Wiesen und Großer Wotig verlief die Brutsaison erfolgreich. Hier brüteten insgesamt 30 Kiebitze, 10-12 Rotschenkel, 5 Sandregenpfeifer und ein Austernfischer. Auf der Halbinsel Cosim wurde 2019 die Bewirtschaftung im Sommer wieder aufgenommen und die sich dort ausgebreiteten Schilfröhrichte gemäht. Im nächsten Jahr startet hier dann die Beweidung mit Highland-Rindern. Die dadurch wiederkehrende Salzwiese lockt hoffentlich die ursprünglich dort brütenden Wiesenvögel wieder an.

Das LIFE Limicodra-Team finden Sie jederzeit unter www.life-limicodra.de oder im Projektbüro, Dorfstr. 25 in 17398 Bugewitz, Tel. 039726 251 755. Hier stehen wir für ihre Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Jährliches Projekttreffen abgehalten

Einmal jährlich findet unser Projekttreffen statt. Dafür haben sich am 31.01.2020 unsere Projektpartner im Projektbüro Bugewitz eingefunden.

Am Vormittag haben wir im Projektmanagementteam, bestehend aus Projekt-Mitarbeitern des LIFE-Projektes, der Naturparke "Am Stettiner Haff" und "Insel Usedom", der Ostseestiftung und Amphi International, das 2. Halbjahr 2019 ausgewertet und die Arbeitsplanung für das 1. Halbjahr 2020 besprochen.

Zum darauffolgenden Projekttreffen kamen noch weitere Kollegen der Projektpartner des Landesamts für Umwelt, Naturschutz und Geologie, der Ostseestiftung und der Stiftung Umwelt und Naturschutz M-V hinzu. Die Projektaktivitäten im Jahr 2019, die Soll/Ist-Bilanz, Berichtspflichten 2019/2020 sowie geplante Projektaktivitäten für das Jahr 2020 wurden vorgestellt und diskutiert.

Nach einer Mittagspause im Café Oblomov (http://www.oblomow-bugewitz.de/) setzte sich noch die Lenkungsgruppe, bestehend aus Projekt-Mitarbeitern des LIFE-Projektes, des Naturparks "Am Stettiner Haff", der Ostseestiftung, Amphi International sowie der Stiftung Umwelt und Naturschutz M-V zusammen und sprach über Mittelabrufe, Verwendungsnachweise sowie geplanten Projektaktivitäten und damit verbundenen Fördermöglichkeiten.

Es war ein langer und konstruktiver Besprechungstag. Wir haben einige Entscheidungen getroffen und können energiegeladen in die Brutsaison 2020 starten.

Vorstellung Projektverlauf in Gemeindevertretung der Gemeinde Bugewitz

Vortrag Gemeindevertretung der Gemeinde Bugewitz

LIFE Limicodra hatte bei der Gemeinde Bugewitz um einen Termin zu einer Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Bugewitz zur Vorstellung des Projektverlaufes gebeten.

Am 27.01.2020 war es dann so weit, die Gemeindevertretung der Gemeinde Bugewitz hatte uns zu Ihrer Sitzung eingeladen.

In einem kurzen Vortrag stellten wir die Projektaktivitäten aus dem Jahr 2019 in den Poldern Bugewitz, Rosenhagen und Mönkebude vor. Dabei wurden unter anderem über die Brutpaarzahlen aus den Polderflächen informiert. Im Jahr 2019 brüteten insgesamt 11 Brutpaare von Kiebitzen und ein Brutpaar von Rotschenkeln in den Poldern. Dabei fokussierte sich das Brutgeschehen auf den Polder Mönkebude. Hier erfolgten zur Brutsaison 2019 erste Maßnahmen seitens des LIFE-Projektes. So hat die frühzeitige Stauhaltung von Wasser im Polder, eine zusätzlich partielle Oberflächenbewässerung sowie der Aufbau eines 2.200 m langen Gelegeschutzzaunes den Wiesenvögeln zur Brut verholfen. Die Polder Rosenhagen und Bugewitz waren für die Wiesenvögel im Jahr 2019 zu trocken.

Des Weiteren wurden die Ideen für die Saison 2020 in den Polderflächen vorgestellt. Für die Umsetzung stehen Gespräche mit den örtlichen Landwirten, Eigentümern, Wasser- und Bodenverbänden, Naturparken und Behörden an.

Packen wir es also gemeinsam an und lassen sie uns gemeinsam etwas für die Wiesenbrüter tun.

LIFE Limicodra jetzt auch auf Instagram

LIFE Limicodra ist jetzt auch im sozialen Netzwerk Instagram zu finden. Folgt uns unter "lifelimicodra" auf Instagram: https://www.instagram.com/lifelimicodra/

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Neue Jahr wünscht das Team von LIFE Limicodra

Zweites Treffen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe

Das zweite Arbeitstreffen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) fand am 22.10.2019in Bugewitz statt. Die betroffenen Behörden, Gemeinden, Wasserwirtschaftler, Jagd-, Bauern- und Naturschutzverbände konnten sich über den aktuellen Stand des Monitorings und der umgesetzten Maßnahmen informieren. Johannes Limberg stellte das Geohydrologische Gutachten für die Polder Rosenhagen, Bugewitz und Mönkebude vor.

In der Diskussion besprachen wir mögliche Umsetzungen zur Bewässerung der veränderten Torfböden in den Poldern in den Frühjahrsmonaten. Das ist unerlässlich für die Brutvogelhabitate. Bevor es aber mit den Planungen weitergeht, müssen erst die Projektflächen durch Landkauf oder -tausch gesichert werden.

Erste Erfolge wurde verzeichnet in den Projektgebieten Freesendorfer Wiesen and Mönkebude, wo mehr flügge Junge beobachtet werden könnten als in 2018. Das Aufstellen der mobilen Elektrozäune hatte vermutlich einen positiven Effekt für die Bruten.

Tagung der International Wader Study Group, England

Vom 20.-23.09.2019 wurde die jährliche Tagung der International Wader Study Group (Wader = Watvögel) in Morecambe Bay,  England abgehalten. Erste Ergebnisse aus dem LIFE Limicodra-Projekt wurden in Form eines Poster vorgestellt (zum Download unter Infomaterial). Die Vorträge und Poster verschiedener Experten im Bereich der Watvögel regten zu Diskussionen und informativen Gesprächen an. Ein Workshop zum Prädatorenmanagement lieferte viele Beispiele an Maßnahmen und Umsetzungen, die wir für unser Projekt nutzen können.

Wir konnten von der Tagung sehr viel an neuen Informationen, Kontakten, Anregungen und Hinweisen zur Projektumsetzung mitnehmen. Einige Experten haben uns eingeladen, Ihre Flächen und Projekte näher kennenzulernen. So ist geplant, dass wir nächstes Jahr mit anderen LIFE-Projekten zusammen in die Niederlande und nach England fahren. Wir haben mitgenommen, dass der Wissenaustausch ein wichtiges Werkzeug für eine erfolgreiche Projektumsetzung ist und gerade die Gespräche zwischen Kaffee und Kuchen offene Fragen lösen und neue Denkanstöße liefern. Nächstes Jahr findet die Tagung in Deutschland auf Sylt statt und wir werden wieder mit dabei sein.

 

Reparatur der Durchlässe in den Freesendorfer Wiesen

Um die Durchlässigkeit für die Hochwässer zu gewährleisten, wurden im September kleinräumige Baggerarbeiten auf den Freesendorfer Wiesen durchgeführt.

Es wurden 3 Rohrdurchlässe freigelegt und ein neuer eingesetzt. Das Hochwasser kann nun besser in die Freesendorfer Wiesen ein- und ausfließen. Mit dieser kurzfristigen Maßnahme können in den kommenden Monaten die Bruthabitate für Kiebitz & Co. besser durchfeuchtet werden.

Besuch auf dem Großen Wotig

Eine Gruppe aus Experten des Greifswald Moor Centrum, der Universität Greifswald und der Naturschutzbehörden besuchten Ende Juni das Naturschutzgebiet Großer Wotig, das am Peenestrom gelegen ist. Christian Schröder, unser Gebietsbetreuer, zeigte den Besuchern den Status quo im Projektgebiet. Einige Fragen wurden diskutiert.

Das Salzgrassland ist in einigen Bereichen stark geschädigt durch die häufigen Hochwasser und den Tritt der Rinder. Außerdem kann das Vieh nicht in alle Bereiche der Insel gelangen wegen einiger tiefer Übergänge an Prielen. Deswegen werden diesen Sommer einige Übergänge/Furten über Priele und Entwässerungsgräben befestigt, um so die Rinder zu den Schilfflächen zum Fressen zu bringen und das Salzgrasland im Nordteil der Insel zu retten.

Öffentliche Vorstellung der geohydrologischen Studie der Polder Bugewitz, Rosenhagen und Mönkebude

Das EU LIFE Projekt „LIFE Limicodra“ hat den Erhalt bzw. die Erhöhung der Bestände von wiesenbrütenden Watvögeln an der vorpommerschen Küste zum Ziel. Um die Möglichkeit zur Verbesserung der Bruthabitate an der Haffküste zu schaffen, wurde eine geohydrologische Studie bei der UmweltPlan GmbH in Auftrag gegeben.

Die Ergebnisse dieser Studie wurde den Bürgern, Bewirtschaftern und Eigentümern der Gemeinde Bugewitz am 26.06.2019 und der Gemeinde Mönkebude am 01.07.2019 vorgestellt und Fragen sowie Möglichkeiten zur Habitatverbesserung diskutiert.

Wir bedanken uns recht herzlich für Ihr Kommen, Ihre inhaltlichen Fragen, Anregungen und Vorschläge. Wir konnten durch die zwei Abende für uns und das Projekt sehr viel an neuen Informationen und Ideen mitnehmen.

Besuch aus dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Dr. Buchwald (links im Bild)) wurde von Frau Marie-Luise Waldenspuhl aus der Abteilung für Nachhaltige Entwicklung, Forsten und Naturschutz begleitet. Sie konnten einen Einblick in das Projekt gewinnen und erfuhren von den Herausforderungen aber auch den bisher erreichten Meilensteinen. Zwei Polder sahen wir uns zusammen mit den Landwirten an, um über die aktuellen Probleme zu reden und Lösungen zu finden für beide: Landnutzer und Naturschützer. Ziel ist, den Boden so gut zu erhalten, dass Weidevieh und Wiesenbrüter darauf leben können. Positiver Nebeneffekt ist die Verringerung der Treibhausgas-Emissionen aus den trockengelegten Moorböden. Wir hoffen nun auf ein neues und flexibleres Programm oder Modul in den nächsten AgrarUmweltschutz und Klimaschutz-Maßnahmen (AUKM) für den Wiesenbrüterschutz in Feuchtgrünländern.

 

Pressemitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt MV

Die Pressemitteilung des Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt finden Sie als Download auf der Seite Infomaterial.

Besuch bei LIFE Wiesenvögel Niedersachen

Windrad zum Schöpfen des Wassers, seit ca. 40 Jahren

Das Ochsenmoor südlich des Dümmer wurde seit 1990 sukkzessive wiedervernässt. Das Gelände liegt unter dem Seespiegel des Dümmer und wird durch Windpumpen und 50 handbetriebene Stahlstaue bewässert, so dass ein großes Mosaik an unterschiedlich lang überstauten Wiesen und somit Vegetationsformen entstanden ist. Durch diese Maßnahmen konnte der Rückgang der Wiesenbrüter gestoppt und umgekehrt werden. Einzig die Prädation durch Raubsäuger brachte Rückschläge. Mit einem konsequenten Jagdmanagement mit Röhrenfallen und Drückjagd konnten die Verluste an Gelegen und Küken verringert werden.

Auf den Kehdinger Flächen bei Freiburg/Elbe wurden ähnliche Maßnahmen durchgeführt. Hier werden die Flächen zwischen Sommer- und Hauptdeich und außendeichs für die Wiesenbrüter erhalten. Wichtig hierbei ist auch die Sicherung der Flächen durch Landkauf.

Wir wissen nun, welchen Herausforderungen wir uns noch stellen müssen.

www.wiesenvoegel-life.de

 

Sonnenenergie für Brutvögel

Aufstellen des Solarmoduls für die Versorgung des Elektrozauns

In den Projektgebieten haben sich nun die Brutvögel ihre Reviere gesucht. Ein Grund unsere Bruthabitate vor dem Eindringen von Füchsen und Waschbären zu schützen. Dafür haben wir nun insgesamt 4500 m mobile Elektrozäune aufgestellt.

Wir können nun in den Freesendorfer Wiesen und im Polder Mönkebude jeweils ca. 30 ha Bruthabitat mit mobilen Zäunen vor Raubsäugern schützen. Davon profitieren die Kiebitze, Rotschenkel, Sandregenpfeiffer und sogar Säbelschnäbler in den Freesendorfer Wiesen und Kiebitze im Polder Mönkebude.

Zur Versorgung der Elektrozäune verwenden wir klimaneutrale Solarpanele.

Zaunbau für den Gelegeschutz

So früh wie nie zuvor sind Kiebitz & Co. nach Vorpommern zum Brüten zurückgekehrt. In unserem Schwester-Projekt in Leopoldshagen wurden schon am 12. März 2019 die Elektrozäune aufgestellt. Sie sollen die Nester der Kiebitze, Rotschenkel, Großen Brachvögel, Uferschnepfen und anderer Bodenbrüter vor Raubsäugern wie dem Fuchs schützen.

Die Mitarbeiter/innen des Naturpark „Am Stettiner Haff“ wurden dabei gleich in den korrekten Aufbau eingewiesen, denn sie sollen in Zukunft beim Stellen und Kontrollieren unserer Prädatorenschutzzäune helfen. Unsere Elektrozäune sind bereits auf dem Weg in die Projektgebiete.

2. Projektbesuch NEEMO

Am 18. Februar 2019 besuchte uns Dr. Bergmann von NEEMO im Auftrag der Europäischen Commission, um unseren Projektstand zu erfahren. Die anderen Projektpartner waren auch dabei.

Diesmal konnte sich Dr. Bergmann bei schönem und für die Jahreszeit zu warmem Wetter einen Anblick der Polderfläche Bugewitz verschaffen. Dort sprachen wir zusammen mit den Projektpartnern LUNG MV und Ostseestiftung über die aktuell laufende Hydrologische Studie. Die Ergebnisse werden für Ende Mai erwartet. In der Zwischenzeit wird es wieder das Brutvogel-Monitoring und Zaunbau für Gelegeschutz geben.

Start der Hydrologischen Studie

Für die Hydrologische Studie in den Poldern konnte die UmweltPlan Gmbh aus Stralsund beauftragt werden. Es sollen die geohydrologischen Gegebenheiten untersucht und mögliche Maßnahmen für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Wiesenbrüter gefunden werden.

In den Poldern Rosenhagen, Bugewitz und Mönkebude stehen seit Oktober 2018 nun insgesamt 15 Grundwasser- und 10 Oberflächenwasser-Messstellen, die Daten für die Erkundung der Wassergänge im Boden sammeln. Die Pegel werden regelmäßig vom Betreuer der hydrologischen Maßnahmen, Johannes Limberg von der Ostseestiftung, hier mit der Projektmanagerin Meike Kilian zu sehen, abgelesen. Die Ergebnisse der Studie werden für Mai erwartet.

Erstes Treffen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe

Die Projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) wurde zum 26.11.2018 einberufen. In diesem Gremium werden Maßnahmen und Umsetzungen in unserem Projekt direkt mit den betroffenen Behörden des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Gemeinden, Wasserwirtschaftlern, Jagd-, Bauern- und Naturschutzverbänden besprochen und zur Diskussion gestellt.

Beim ersten Treffen wurde unser Projekt in seiner Gesamtheit und der aktuelle Projektstand vorgestellt. Das ex-ante Monitoring wurde abgeschlossen und die Hydrologische Studie für die Polder wurde in Auftrag gegeben.

Experten Treffen für Wiesenbrüterschutz in Bugewitz

Vom 7. bis 9. November kamen Experten aus Deutschland und Dänemark zu uns nach Bugewitz, um unser Projekt kennenzulernen und uns von ihren Erfahrungen zu berichten.

In gut 2 Tagen besprachen wir Themen wie Ansprüche und Verhalten der Zielarten, Maßnahmen zum Schutz der Gelege und Küken, Verbesserung der Lebensräume durch Wasserstandsanhebung in der Brutsaison und Bewirtschaftungsmethoden, sowie rechtliche Voraussetzungen. Praktische Ansätze wurden direkt vor Ort in den Poldern Rosenhagen, Bugewitz und Mönkebude sowie auf den Freesendorfer Wiesen und dem Struck erörtert.

Im Bild ist der Besuch des Kompensationsprojekts (E2) der Flächenagentur MV im Polder Leopoldshagen mit der Projektleiterin Geranda Olsthoorn zu sehen. Dort wurde über gute Boden- und Vegetationsbedingungen für Wiesenbrüter gesprochen.

Exkursion nach Südschweden

LIFE Limicodra mit Susanne Forslund vom Landkreis Kalmar

Ende September nutzten wir die frühherbstlichen Tage, um Wiesenbrüter-Projekte in Kristianstad, auf Öland und an der Vogelstation Falsterbo kennenzulernen.

Im Biospärenreservat Vattenrike lernten wir von Hans Cronert etwas über die besondere hydrologische Situation und das geschickte Management der Wiesen am Hammersjö-See, der der Mündung des Helge-Flusses in die Ostsee vorgelagert ist.

Im Südteil Ölands stellte uns Susanne Forslund das LIFE-Projekt Wiesen und Feuchtbiotope auf Öland (2000-2004) und die Projektgebiete an der Südspitze vor. Wir waren besonders beeindruckt von den geologischen Gegebenheiten, sowie den Jagdmethoden auf Raubvögel von Jäger Magnus Johansson.

Zu guter letzt haben wir einige erfolgreiche Schutzmethoden für Wiesen- und Küstenvögel am Südzipfel Schwedens in Falsterbo kennengelernt. Dort war auch schon der Vogelzug in vollem Gange.

Von unserer Tour von der Nordküste der Ostsee nahmen wir viele Anregungen mit und bedanken uns herzlich bei unseren Begleitern Susanne, Hans, Magnus und P.G.

Vorstellung LIFE-Projekt und NaturKulturHaus Bugewitz

Die Eröffnung des NaturKulturHauses Bugewitz mit der Vorstellung unseres Naturschutz-Großprojektes fand im Juni bei strahlendem Sonnenschein statt. Minister T. Backhaus wünschte dem Projektteam und dem Appelbom e.V. in Bugewitz viel Erfolg und gutes Gelingen. Die zahlreichen Gäste konnten sich die Büros und den Ausstellungsraum mit derzeit fantastischen Naturaufnahmen der GdT anschauen. In Zukunft soll hier eine interaktive Ausstellung zum Wiesenbrüterschutz, dem Anklamer Stadtbruch und der Naturlandschaft zu erleben sein.

KinderUNI mit LIFE Wiesenvögeln

Am 23. Mai 2018 stellte unser Gebietsbetreuer Christian Schröder das LIFE-Wiesenbrüterprojekt ca. 140 Kindern in der Universität Greifswald vor. Unterstützung bekam er von Kai Paulig und Dr. Sebastian Lorenz. Die Kinder waren begeistert vom Aussehen und den Rufen der Vögel. Sie konnten im Anschluss durch ein Spektiv schauen, mit dem die Vögel beobachtet und gezählt werden, um die Entwicklung der Bestände zu erfassen.

Beginn des Monitoring in den Projektgebieten

Im April starteten unsere Gebietsbetreuer die Beobachtung und Zählung der Brutvögel. Das Vegetationsmonitoring findet nach dem Brutgeschäft statt. Unser Hydrologischer Betreuer ist voll mit der Vorbereitung der Gutachten beschäftigt.

Auftakt-Treffen der Projektpartner

Am Freitag, den 13.04.2018, fand das Auftakttreffen der Projektpartner für das LIFE-Limicodra-Projekt statt. Es wurde ausführlich vom (kommissarischen) Projektleiter Christian Schröder vorgestellt. Die Projekt-Lenkungsgruppe (SC) und die Projekt-Leitungsgruppe (PMT) wurden einberufen. Nächste Schritte sind die Schaffung eines Beirats und eines Experten-Forums.

Erster Projektbesuch des EU-Monitors

Am 23. Januar 2018 konnte sich Herr Bergmann von NEEMO, unser Tutor und Monitor der EU, einen Überblick über unsere Arbeit und einen kurzen Einblick in drei der Projektflächen verschaffen. Er wird uns nun jährlich einen Besuch abstatten und das Fortschreiten begleiten. An diesem Wintertag konnten wir keine Zielarten beobachten, deshalb zeigt ihm unser damaliger Projektleiter Dr. Lorenz hier auf der Karte das Naturschutzgebiet Großer Wotig.

Besuch bei LIFE Limosa und Bunde Wischen e.G.

Am 27./28. November 2017 besuchten wir in Vorbereitung unseres eigenen Projektes das Schwester-Projekt LIFE Limosa und die Bunde Wischen e.G. in Schleswig-Holstein. An diesen beiden November-Regentagen konnten wir zusammen mit unseren Projektpartnern, Vertretern des LUNG, der Naturparke, der Ostseestiftung, AMPHI International u.a. Flächen, Maßnahmen und Erfolge dieser Projekte für den Wiesenbrüterschutz anschauen und fuhren voller Enthusiasmus wieder nach M-V.